Hilfe für Betroffene
Wer nach einer Impfung krank wird, steht oft vor vielen Fragen auf einmal. Dieser Weg hilft Ihnen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.
Ihr Weg in fünf Schritten
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Schritt 1: Beschwerden festhalten
Schreiben Sie auf, was Sie wann bemerkt haben und wie stark es Sie einschränkt. Ein Symptomtagebuch hilft beim Arzttermin, beim Antrag und Ihnen selbst, Muster zu erkennen.
- Datum der Impfung(en), Impfstoff und Chargennummer (steht im Impfausweis)
- Wann sind welche Beschwerden zum ersten Mal aufgetreten?
- Was können Sie heute nicht mehr, was vorher ging?
- Kopien aller Befunde, Arztbriefe und Krankschreibungen
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Schritt 2: Ärztlich abklären lassen
Der erste Weg führt meist in die Hausarztpraxis. Sprechen Sie den zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung offen an und bitten Sie darum, dass er in Ihrer Akte vermerkt wird. Einige Universitätskliniken bieten spezialisierte Sprechstunden an.
- Notieren Sie Ihre wichtigsten drei Fragen vorab
- Nehmen Sie, wenn möglich, eine Begleitperson mit
- Bitten Sie um Kopien aller Befunde
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Schritt 3: Verdacht melden
Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, den Verdacht auf eine Impfschädigung an das Gesundheitsamt zu melden. Zusätzlich können Sie selbst eine Verdachtsmeldung beim Paul-Ehrlich-Institut abgeben. Jede Meldung hilft, Nebenwirkungen besser zu erfassen.
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Schritt 4: Antrag auf Versorgung stellen
Seit 2024 regelt das Vierzehnte Sozialgesetzbuch (SGB XIV) die Entschädigung nach Impfschäden. Zuständig ist die Versorgungsverwaltung Ihres Bundeslandes, meist „Versorgungsamt“ genannt. Den Antrag können Sie formlos beginnen – wichtig ist, dass er gestellt ist.
- Antrag schriftlich stellen und Kopie behalten
- Alle Ärztinnen und Ärzte angeben, die Sie behandelt haben
- Bescheid genau prüfen – gegen eine Ablehnung ist Widerspruch möglich
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Schritt 5: Nicht allein bleiben
In unseren Selbsthilfegruppen treffen Sie Menschen, die verstehen, was Sie erleben. Viele Treffen finden online statt, damit auch dabei sein kann, wer das Haus kaum verlassen kann.
Selbsthilfe-Treffen
Austausch mit Menschen, die verstehen, was Sie erleben. Online, in Ihrem Tempo.
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Online-Selbsthilfetreffen
Donnerstag, 18:00–19:30 Uhr
Videokonferenz
Offener Austausch für Betroffene. Kamera aus ist in Ordnung, Pausen auch.
Anmelden -
Austausch für Angehörige
Donnerstag, 19:00–20:00 Uhr
Videokonferenz
Für Partnerinnen, Partner, Eltern, Kinder und Freunde von Betroffenen.
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Sprechstunde: Antrag beim Versorgungsamt
Donnerstag, 17:00–18:00 Uhr
Videokonferenz
Wir beantworten Ihre Fragen rund um Antrag, Bescheid und Widerspruch.
